Warum sollte ich meine Schwermetallbelastung testen?
Giftige Schwermetalle wie Arsen, Blei, Cadmium und Quecksilber gelangen auf verschiedenen Wegen in die Umwelt und von dort aus in die Atemluft, Böden und Pflanzen. Über belastete Lebensmittel, Trinkwasser und Haushaltsgegenstände können sich Schwermetalle im Körper ansammeln. Solche Ansammlungen können auf Dauer zu einer chronischen Vergiftung führen und unter anderem Nervenzellen, Leber und Nieren schädigen.
Wenn du weißt, welchen Schwermetallen du ausgesetzt bist, kannst du dich gezielt auf die Suche nach möglichen Schadstoffquellen machen – und diese künftig meiden.
Wie funktioniert der Test?
Der Schwermetall-Test ist ein einfacher Urintest. Mithilfe eines Auffangbechers und einer Transferpipette enthemen Sie sich eine kleine Menge Urin. In einem Auffangröhrchen schickst du die Urinprobe an einmedizinisches Fachlabor. Wenige Tage später erhältst du eine Benachrichtigung per E-Mail. In deinem persönlichen Kundenbereich Mein Cerascreen findest du dann deinen persönlichen Ergebnisbericht.
Die genaue, bebilderte Gebrauchsanweisung findest du hier.
Was sagt mir das Testergebnis?
Im Ergebnisbericht findest du die in deinem Urin gemessene Konzentration der folgenden Metalle: Aluminium, Arsen, Blei, Cadmium, Chrom, Cobalt, Nickel, Quecksilber und Zink. Zum Vergleich erhältst du außerdem die empfohlenen Referenzwerte, welche die Schwermetallwerte nicht übersteigen sollten. Im Fall von Zink gibt es auch eine empfohlene Untergrenze, da der Körper dieses Metall in einem gewissen Rahmen benötigt.
Für einige der Schwermetalle wird direkt die Konzentration im Urin angegeben. Andere werden pro Gramm Kreatinin im Urin gemessen - dabei berücksichtigt die Messung also die Konzentration des Harns, damit diese die Ergebnisse nicht verfälscht.
Die Messwerte sind eine Momentaufnahme, die dir einen Hinweis auf deine derzeitige Schwermetallbelastung geben.
Was ist im Testkit enthalten?
Das Testkit enthält die folgenden Bestandteile:
Urin-Auffangbecher – damit sammelst du die Urinprobe
Transferpipette - damit gibst du eine kleine Menge Urin vom Auffangbecher in das Urinröhrchen
Urinröhrchen und Transportröhrchen – für den sicheren und hygienischen Transport
Test-ID-Karte mit Aufkleber – so kann deine Probe später zugeordnet werden
Reißfeste Versandtasche – für den sicheren, kostenlosen Rückversand zum Labor
Schritt-für-Schritt-Anleitung – bebildert und leicht verständlich
Labormethode: Was ist ICP-MS?
ICP-MS ist eine Technik, die uns hilft, selbst winzigste Spuren von Metallen in einer Probe zu finden und zu messen. Stelle dir vor, wir haben eine "heiße Flamme" (ein Plasma), die so heiß ist, dass sie die Probe in ihre Bestandteile zerlegt und die wiederum in geladene Teilchen (Ionen) verwandelt.
Diese Ionen werden dann in ein Gerät (Massenspektrometer) geleitet, das sie nach ihrer Masse sortiert. So können wir genau sehen, welche Metalle in welcher Menge in der Probe vorhanden sind. ICP-MS ist wie ein sehr empfindlicher "Detektiv" für Metalle, der selbst kleinste Spuren aufspüren kann. Wir nutzen diese Methode, um z.B. Schwermetalle oder Mineralstoffe in deinen Proben zu bestimmen.
Wie lange dauert die Analyse im Labor?
Wenn deine Probe im Labor angekommen ist, wird sie dort von Fachkräfte analysiert. Wie lange die Analyse dauert, hängt von den genauem Messverfahren und den Abläufen im Labor ab.
Wird die Probe an den korrekten Tagen (Sonntag bis Dienstag) abgeschickt, erleichtert das dem Labor, die Zeiten einzuhalten.
Für den Schwermetall Test ist die Laboranalye in der Regel innerhalb von 11 Werktagen nach Probeneingang im Labor abgeschlossen.
Welche Empfehlungen bekomme ich?
Ergibt der Schwermetall-Test Hinweise auf eine übermäßige Belastung mit Schwermetallen, solltest du auf jeden Fall zeitnah eine Arztpraxis aufsuchen. Ärzt*innen können dich beraten und in schweren Fällen die Metalle mit einer Chelat-Therapie ausleiten.
Sind die Werte bestimmter Schwermetalle leicht erhöht, kann es sinnvoll sein, die Quelle der Schadstoffe zu meiden. Das bedeutet dann beispielsweise: Meide Seefisch-Mahlzeiten, wenn viel Quecksilber in deinem Körper war, achte darauf, wie viel Reis du isst, wenn du hohe Arsenwerte hattest oder lass Zinkpräparate weg, wenn die Zink-Konzentration stark erhöht war.
Was sind Schwermetalle?
Sprechen wir von Schwermetallen, meinen wir meist Metalle, die für den Menschen in größeren Mengen giftig sein können. Dazu gehören vor allem Blei, Cadmium, Chrom, Cobalt, Nickel, Quecksilber und Zink.
Im selben Atemzug werden häufig zwei weitere Metalle genannt, die keine Schwermetalle sind, aber auf ähnliche Weise der Gesundheit schaden können: Aluminium ist ein Leichtmetall und Arsen ist ein Halbmetall.
Schwermetalle gelangen vor allem über die Ausstöße von Fabriken und des Straßenverkehrs in die Luft. Von dort aus setzen sie sich in der Atemluft ab und gelangen über Böden und Pflanzen auch in deine Nahrung.
Wie äußert sich die Schwermetallbelastung?
Im Haushalt können zum Beispiel zerbrochene Rückstände alter Quecksilber-Thermometer und Keramik mit Bleiglasur zu einer chronischen Belastung führen. Auf Dauer könnte sich auch eine solche erhöhte Schwermetallbelastung auf deine Gesundheit auswirken.
Welche Symptome bei einer chronischen Schwermetallvergiftung auftreten, hängt davon ab, auf welchem Weg die Schwermetalle in deinen Körper gelangen. Meist geschieht das über die Haut, Atemwege oder den Magen-Darm-Trakt. Mögliche Beschwerden sind:
- Durchfall, Erbrechen und Übelkeit
- Bauch-, Kopf- und Gliederschmerzen
- Schlafstörungen und Schwächegefühl
- Hautveränderungen
- Lähmungserscheinungen
Akute Schwermetallvergiftungen im eigentlichen Sinne sind heute selten. Sie sind meistens die Folge von Unfällen, vor allem in der Metallindustrie.
Wie reduziere ich meine Schwermetallbelastung?
Um in deinem Alltag möglichst wenige giftige Schwermetalle aufzunehmen, kannst du auf die typischen Quellen der Schadstoffe achten.
Es gibt eine Reihe von Lebensmitteln, die häufig mit Schwermetallen belastet sind:
- Arsen in Reis und Reisprodukten
- Quecksilber in großen Seefischen
- Blei in Blattgemüse und Wild
- Cadmium in Wildpilzen und Rinder-/Schweineleber
Weitere Schadstoffquellen im Alltag sind unter anderem:
- Bleileitungen in Altbauten
- mit Blei glasierte Keramik (oft auf Reisen erworben)
- zerbrochene alte Quecksilber-Thermometer
- alte Hausmittel-Salben und verunreinigte Ayurveda-Präparate aus Asien
Wann und wie werden Schwermetalle ausgeleitet?
Bei schweren Schwermetallvergiftungen wenden Ärzte eine Chelat-Therapie an. Sie verabreichen dabei sogenannte Chelatkomplexe. Diese Stoffe binden Schwermetalle im Körper an sich. Die Verbindung aus Metall und Chelat kann der Körper dann relativ einfach ausscheiden. Dabei werden aber auch wichtige Spurenelemente wie Zink und Kupfer aus dem Körper gespült. Ärztinnen und Ärzte überwachen diese Werte deshalb und verordnen gegebenenfalls Nahrungsergänzungsmittel.
Liegen nur leichte Vergiftungen oder chronische Schwermetallbelastungen vor, ist die Therapie der Wahl in der Regel: Meide die Schadstoffquellen, damit dein Körper die Metalle nach und nach selbst ausleiten kann. Der Körper braucht teilweise viele Jahre, um einmal eingelagerte Schwermetalle wieder loszuwerden – das kann also nur gelingen, wenn sich nicht regelmäßig noch mehr Schadstoffe anreichern.
Für wen ist der Test nicht geeignet?
Der Schwermetall-Test ist für bestimmte Personengruppen nicht oder nur eingeschränkt geeignet:
- Menschen mit ansteckenden Krankheiten wie Hepatitis und HIV dürfen den Schwermetall-Test nicht durchführen.
- Schangere und stillende Frauen sollten den Schwermetall-Test nur unter ärztlicher Begleitung durchführen. Für sie gelten auch die Referenzwerte und Empfehlungen nicht, sie sollten sich Empfehlungen zum Testergebnis also von ihrer Ärztin oder ihrem Arzt oder der therapeutischen Begleitung einholen.
- Der Schwermetall-Test eignet sich nicht für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.
Der Test ist nicht dazu da, schwere Krankheiten zu untersuchen. Leidest du beispielsweise unter schweren Depressionen oder extremen Schmerzen, wende dich bitte direkt an eine Ärztin oder einen Arzt.
Warum dürfen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren den Test nicht durchführen?
Unsere Tests sind nicht für minderjährige Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren geeignet. Unter 18-Jährige können die Tests nicht online aktivieren und somit auch kein Testergebnis erhalten. Wir bitten dich darum, die Tests auch nicht an deinen Kindern durchzuführen.
Kinder und Jugendliche brauchen eine viel engere Betreuung und Beratung, was medizinische Tests und deren Interpretation angeht. Die Testdurchführung mit Lanzetten und Chemikalien ist nicht ohne Risiko und müsste von Erziehungsberechtigten eng betreut werden. Dazu kommt, dass die Referenzwerte, die wir für die Messwerte angeben, immer auf Daten von Erwachsenen beruhen. Bei Kindern wäre das Risiko sehr hoch, dass die Ergebnisse falsch interpretiert werden.
Wir wollen unserer Verantwortung als Anbieter von Medizinprodukten nachkommen und sichergehen, dass Kinder und Jugendliche nicht durch für sie schwer interpretierbare Messergebnisse verunsichert werden. Da wir nicht kontrollieren können, ob die Erziehungsberechtigten der Minderjährigen tatsächlich der Testdurchführung zustimmen und sie beaufsichtigen, schließen wir die Tests für unter 18-Jährige ganz aus.
Wenn du unter 18 bist und einen Test gekauft hast, wende dich bitte an unseren Kundensupport.
Was kann ich mit cerascreen noch testen?
In unserem Shop findest du eine große Auswahl von Tests, mit denen du Problemen auf den Grund gehen, deine Nährstoffzufuhr optimieren, für später vorbeugen oder einfach nur sichergehen kannst. So bist du in allen Lebensphasen gewappnet und lernst deinen Körper immer besser kennen.
Hier findest du die Tests in den verschiedenen Testverfahren-Kategorien:
- Bluttests, zum Beispiel auf Vitamine, Mineralstoffe und Fettsäuren, auf Allergien und Werte rund um Schilddrüse, Blutzucker und Cholesterin
- Speicheltests, vor allem auf Hormone wie Cortisol, freies Östrogen und freies Testosteron
- Urintests, zum Beispiel auf Schwermetallbelastung und das Spurenelement Jod
- Stuhltests, zum Beispiel auf die Zusammensetzung der Darmbakterien, Darmpilze, Entzündungswerte sowie Darmparasiten
- DNA-Tests, mit denen Sie Ihre verschiedene genetische Veranlagungen untersuchen können, zum Beispiel für Übergewicht und Nährstoffbedarf
Informationen zum Datenschutz
Umgang mit Resten der Proben nach der Testdurchführung: Deine Proben – egal ob Blut, Speichel, Stuhl oder Urin – werden mit größter Sorgfalt und unter strengen Datenschutzauflagen behandelt. Unsere Laborverfahren sind sogenannte zerstörende Analyseverfahren. Das bedeutet, dass das Probenmaterial während der Analyse größtenteils verbraucht wird. Sollten dennoch Reste der Probe übrig bleiben, werden sie nach der Analyse gemäß den geltenden Vorschriften zerstört. Dies gilt auch für eventuelle DNA-Reste, die bei unseren spezifischen DNA-Tests nach der Replikation und Analyse ebenfalls vernichtet werden. Die Labore ist verpflichtet, Reste von Proben, die nicht ausgewertet werden konnten, maximal 30 Tage aufzubewahren, bevor auch diese entsorgt werden. 90 % unserer Tests werden innerhalb von Deutschland analysiert. Ein kleiner Teil in Polen und damit innerhalb der strengen Auflagen, die in der EU gelten.
Datenfluss und Datenspeicherung: Deine Daten sind bei uns weiterhin dein Kundeneigentum. Jede Probe erhält einen individuellen Code, deine Test-ID. Die Labore erhalten ausschließlich diesen Code und deine ansonsten nicht weiter gekennzeichnete Probe und haben keine Möglichkeit, Rückschlüsse auf deine Person zu ziehen. Deine Ergebnisse werden gebunden an diesen Code in unsere Datenbank geladen. Der Schlüssel zu diesen Daten liegt dann ausschließlich in deinem persönlichen Benutzerkonto. Ausgenommen hiervon sind meldepflichtige Tests wie Corona-Tests und bestimmte Parameter des STI- und Darmparasiten-Tests. Nach dem Infektionsschutzgesetz müssen positive Befunde solcher Tests umgehend an die Behörden weitergeleitet werden. Bei diesen Produkten musst du vor der Laboranalyse der möglichen Weiterleitung aktiv zustimmen. Erfolgt diese Zustimmung nicht, wird eine Auswertung technisch gesperrt und die Probe von uns vor der Analyse zurückgewiesen.
Datenschutz und Verschlüsselung: Der Zugriff auf deine Daten ist mehrfach verschlüsselt und nach dem Stand der Technik zugriffsgeschützt. Das betrifft auch den Versand der Daten zwischen den Laboren, uns und dir. Jeder Zugriff auf oder jede Manipulation der Daten wird innerhalb unseres Systems dokumentiert. Dies gilt natürlich auch für einen technischen Zugriff durch unsere Mitarbeitenden. Wir arbeiten ausschließlich mit behördlich akkreditierten Partnerlaboren zusammen, mit denen wir umfassende Qualitätss
Warum hat der Test ein Verfallsdatum?
Die cerascreen-Testkits sind CE-gekennzeichnete Medizinprodukte, in denen wiederum andere Medizinprodukte enthalten sind, zum Beispiel bei einem Bluttest die Lanzetten, Pflaster und Alkoholtupfer.
Die meisten Medizinprodukte haben ein Verfallsdatum. So soll gewährleistet werden, dass die Produkte sicher und wirksam bleiben. Viele unserer Probenträger – wie die Trockenblutkarten oder Probenröhrchen – sind chemisch behandelt und gewährleisten so, dass deine Probe unverändert in unserem Labor analysiert werden kann. Diese Vorbehandlung kann durch Zeit und Umwelteinflüsse beeinflusst werden.
Unsere sterilen Einmal-Lanzetten sind mit einem Verfallsdatum versehen, um zu garantieren, dass die Sterilität und somit die Sicherheit bei der Anwendung bis zu diesem Zeitpunkt gewährleistet sind.
Bitte nutze keine Testkits, die abgelaufen sind. Wenn du cerascreen-Tests zuhause hast, die das Verfallsdatum überschritten haben, wende dich bitte an unseren Kundensupport.